Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin kam es zu einem umfangreichen Polizeieinsatz, nachdem Berichte über eine bewaffnete Person eingegangen waren. Der ehemalige Flughafen hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Freizeitort entwickelt, wo zahlreiche Menschen joggen oder Fahrrad fahren.
Teils schwer bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchten das Gelände, da Zeugen angaben, einen Mann mit einer Waffe oder einem „schusswaffenähnlichen Gegenstand“ gesehen zu haben. Die Polizei äußerte den „Verdacht einer Gefahrenlage“ über die Plattform X.
Über 100 Einsatzkräfte vor Ort
Mehr als 100 Polizisten, darunter auch eine Spezialeinheit, waren im Einsatz. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die große Anzahl der Einsatzkräfte vor allem auf die Ausdehnung des Tempelhofer Feldes zurückzuführen sei. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gebiet, während die Beamten die Umgebung absuchten.
Einzelne Zugänge zum Feld wurden aufgrund des Einsatzes gesperrt, jedoch war es den Besuchern jederzeit möglich, das Gelände zu verlassen.
Keine konkrete Gefahr festgestellt
Die verdächtige Person wurde in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft, nahe dem Volleyballfeld am Columbiadamm, gesichtet. Die Polizei stellte jedoch fest, dass bis zum aktuellen Zeitpunkt keine konkrete Gefahr vorlag.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich insbesondere auf den Bereich des Geländes, der gegenüber dem Volkspark Hasenheide liegt. Besucher, darunter Fahrradfahrer und Jogger, wurden aufgefordert, den Bereich zu räumen.
Vergleichbarer Einsatz in der Hasenheide
Vor etwa zwei Monaten fand ein ähnlicher Großeinsatz in der benachbarten Hasenheide statt, als Zeugen Schüsse gemeldet hatten. Damals suchten zahlreiche Polizisten, ein Hubschrauber und Diensthunde das Gebiet ab, der Einsatz wurde jedoch nach rund drei Stunden ohne Ergebnisse beendet.
In den letzten Monaten kam es in Berlin vermehrt zu Schussabgaben. Erst in der Nacht zum Dienstag war die Polizei in Kreuzberg zweimal im Einsatz, nachdem auf einem Spielplatz in der Urbanstraße geschossen wurde. Ein Mann, der sich dort aufhielt, blieb unverletzt.
Schüsse in Kreuzberg
Ein weiterer Vorfall ereignete sich, als ein Mann auf einem E-Scooter von der Urbanstraße über die Graefestraße flüchtete. Vier Männer, die aus einem Auto ausgestiegen waren, gaben Schüsse auf ihn ab. Der Mann konnte entkommen, während die Täter ebenfalls mit ihrem Fahrzeug flüchteten. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten.
Um auf die steigende Kriminalität zu reagieren, wurde die Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamtes (LKA) eingerichtet. Zudem wurde eine neue Ermittlungsgruppe namens „Telum“ von der Berliner Staatsanwaltschaft ins Leben gerufen, um die organisierte Kriminalität durch Razzien in Bars und an Treffpunkten zu bekämpfen.
Quellen: mopo
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