Der Skoda Kodiaq, ein beeindruckendes SUV, trägt den Namen eines mächtigen Braunbären. Ob das Fahrzeug auch bei den Hauptuntersuchungen überzeugt, wird durch die TÜV-Prüfungen deutlich.
Die Namensgebung des großen SUVs Kodiaq, inspiriert von einem in Alaska heimischen Braunbären, ist ungewöhnlich. Im Gegensatz zu manch anderem Bären in freier Wildbahn zeigt der Kodiaq der ersten Generation (2017 bis Ende 2023) bislang nur wenige Probleme.
Qualität
Die Mängelquote der ersten Generation des Kodiaq liegt deutlich unter dem Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Insgesamt bestehen 78,8 Prozent aller sechs bis sieben Jahre alten Fahrzeuge die TÜV-Hauptuntersuchung ohne Mängel, während beim Kodiaq 86,4 Prozent ohne Beanstandungen bestehen. Zudem weisen die Laufleistungen des Skoda-Modells überdurchschnittliche Werte auf. Dennoch gibt es einige Beanstandungen: Die TÜV-Prüfer bemängeln die Achsaufhängung und bei den neueren Modellen auch Ölverluste. Zudem neigen die Bremsscheiben zum Verschleiß. Mercedes ruft Fahrzeuge wegen Antriebsfehlern zurück.
Karosserie und Innenraum
Das 4,70 Meter lange Mittelklasse-SUV basiert auf dem modularen Querbaukasten des VW-Konzerns und teilt sich technische Komponenten mit Modellen wie dem Audi Q3, Seat Ateca und VW Tiguan. Der Kodiaq ist sowohl als Fünf- als auch als Siebensitzer erhältlich. Das Interieur ist typisch Skoda, eher sachlich und funktional gestaltet. Im Fünfsitzer bietet das Fahrzeug ein gutes Platzangebot, während die Sitze sechs und sieben im Siebensitzer eher beengt sind. Die Rückbank, die im Verhältnis 60:40 geteilt ist, kann um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden, um mehr Kniefreiheit oder Kofferraumvolumen zu schaffen.
In der fünfsitzigen Konfiguration bietet das Gepäckabteil ein Volumen von 720 bis 2.065 Litern. Der umklappbare Beifahrersitz ermöglicht den Transport von Gegenständen mit einer Länge von bis zu 2,80 Metern. Bei voller Bestuhlung im Siebensitzer reduziert sich das Ladevolumen auf 270 Liter.
Mitte 2021 erhielt der Kodiaq ein Facelift, das unter anderem durch eine veränderte Frontpartie mit höherer Motorhaube und aufrechter stehendem Grill sowie serienmäßigen LED-Leuchten erkennbar ist.
Motoren und Antrieb
Die Leistungsspanne des Kodiaq reicht von 92 kW/125 PS bis zu 180 kW/245 PS im RS-Modell. Neben dem Basismotor gab es einen weiteren 1,4-Liter-Turbo mit 110 kW/150 PS. Ende 2018 wurde dieser durch einen 1,5-Liter-TSI mit 150 PS ersetzt. Ein 2,0-Liter-Motor mit 132 kW/180 PS, der seit 2019 auch mit 140 kW/190 PS erhältlich ist, war bis zum Sommer 2021 das leistungsstärkste Aggregat. Im Sommer 2021 übernahm die RS-Version diese Spitzenposition. Der Normverbrauch der Benzinmotoren liegt zwischen 6 und 8,3 Litern.
Auch bei den Dieselmotoren war eine RS-Variante verfügbar: ein bis 2020 erhältlicher 176 kW/240 PS starker Zweiliter-Selbstzünder. Zudem gab es Dieselvarianten mit 150 PS und 190 PS, seit 2019 auch mit 147 kW/200 PS. Der durchschnittliche Verbrauch der Dieselmotoren liegt zwischen 4,8 und 6,4 Litern. Je nach Motorvariante wird die Kraftübertragung entweder durch eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs oder sieben Gängen gewährleistet. Alle Motoren, mit Ausnahme des Basismotors, sind mit Allradantrieb erhältlich oder verfügen ab Werk über 4×4-Antrieb.
Ausstattung und Sicherheit
Der Kodiaq war in den bekannten Ausstattungslinien Active, Ambition, Style und L&K sowie in den Versionen Scout und Sportsline erhältlich. Die Basisversion bietet bereits eine ordentliche Ausstattung, während die höheren Komfortlinien zusätzliche Features wie Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, elektrisch betätigte Heckklappen, Rückfahrkameras oder schlüssellosen Zugang beinhalten. Erstkäufer konnten zudem in Optionen wie Lederinterieur, Panoramaglasdach, adaptive Abstands- und Stauassistenten oder ein adaptives Fahrwerk investieren.
Fazit
Skoda hat mit dem Kodiaq ein gelungenes SUV geschaffen, das durch viel Platz, großen Stauraum und eine gute Verarbeitungsqualität überzeugt. Interessenten sollten jedoch darauf achten, ihr Wunschmodell auf mögliche Schwachstellen überprüfen zu lassen, um unerwartete Kosten zu vermeiden. Laut Auswertung von mobile.de sind derzeit rund 3.200 gebrauchte Skoda Kodiaq der ersten Generation auf dieser Plattform verfügbar, wobei die Preise bei etwa 12.000 Euro für ältere Modelle beginnen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos