Bochum
8.05.2026 / 20:02
Mit den steigenden Preisen für Treibstoffe gewinnen Elektrofahrzeuge für viele Verbraucher an Attraktivität. Dennoch haben die Automobilhersteller ihre Rabattaktionen für diesen Fahrzeugtyp deutlich reduziert.
Im deutschen Automobilmarkt haben sowohl Hersteller als auch Händler die Preisnachlässe für neue Elektroautos in letzter Zeit verringert. Laut der aktuellen Marktstudie des privaten Instituts Center Automotive Research fiel der durchschnittliche Rabatt auf den Listenpreis im April um 0,6 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent. Im Vergleich dazu sanken die Rabatte für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, nach einem Höchststand im März, nur um 0,3 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent.
Elektroautos und SUVs: Ein wachsender Trend
Der Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer interpretiert diese Entwicklung als Reaktion auf die hohen Spritpreise. Elektroautos werden aufgrund ihrer niedrigeren Betriebskosten für die Verbraucher zunehmend attraktiver, was bedeutet, dass weniger Verkaufsanreize erforderlich sind. Zudem kommen immer mehr kleinere Elektrofahrzeuge mit günstigeren Einstiegspreisen auf den Markt. Zu den bedeutenden Modellen zählen der VW ID Polo, der Kia EV2 sowie der Renault Twingo E-Tech.
Marktanteil der SUVs im Elektrosegment
Im Bereich der Elektrofahrzeuge dominieren nach wie vor schwere SUVs. Laut der Studie entfallen über 50 Prozent der in Deutschland angebotenen Elektroautos auf die Kategorien SUV oder Geländewagen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres gehörten 54 Prozent aller neu zugelassenen Elektrofahrzeuge dieser Gruppe an. Zudem hat Mercedes Fahrzeuge wegen Antriebsfehlern zurückgerufen, was ebenfalls Auswirkungen auf den Markt haben könnte.
Die Untersuchung umfasste Internetangebote für jeweils 20 Modelle mit Verbrennermotor und Elektroantrieb. Der durchschnittliche Transaktionspreis für Verbrenner lag noch bei 1.823 Euro über dem der Elektroautos, die ihre Kostenvorteile erst im Betrieb entfalten können, vorausgesetzt, sie werden zu günstigen Konditionen geladen.
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Quellen: mopo
Bildquelle: Bildquelle: Sorin Basangeac auf Unsplash