Ford ruft Fahrzeuge zurück: E-Call-Notrufsystem weist Mängel auf
Ford hat angekündigt, zahlreiche Fahrzeuge aufgrund von Problemen mit dem automatischen Notrufsystem E-Call in die Werkstätten zurückzurufen. Betroffene Fahrzeughalter müssen für ein erforderliches Softwareupdate in die Werkstatt.
Wie das Fachmagazin „Auto Motor und Sport“ berichtet, sind europaweit etwa 58.000 Fahrzeuge betroffen. In Deutschland beläuft sich die Zahl der betroffenen Autos auf rund 16.800, so die Angaben des Herstellers. Dies erinnert an die Situation, als Mercedes Fahrzeuge wegen Antriebsfehlern zurückgerufen wurden.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat festgestellt, dass Fehlfunktionen in der Telematik-Steuereinheit dazu führen können, dass das E-Call-System ausfällt. Dieses System ist für die automatische Absetzung eines Notrufs bei schweren Unfällen zuständig und übermittelt die Position des Fahrzeugs an die Rettungsleitstelle. Auch andere vernetzte Funktionen könnten durch diese Störung beeinträchtigt werden.
Frühere Softwareaktualisierung offenbar nicht erfolgreich
Das Problem ist nicht neu, da Ford bereits im vergangenen Jahr ein Softwareupdate zur Behebung möglicher Störungen bereitgestellt hatte. Berichten zufolge wurde dieses Update jedoch nicht bei allen Fahrzeugen korrekt verarbeitet, was zu einer fehlerhaften Funktion des E-Call-Systems führen kann. Auch andere digitale Dienste, wie die Steuerung von Fahrzeugfunktionen über eine App, Fernstartfunktionen sowie Verkehrs- und Online-Dienste, könnten betroffen sein.
Betroffene Modelle
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge, die zwischen dem 14. August 2018 und dem 15. Oktober 2024 produziert wurden. Zu den betroffenen Modellen zählen:
- Kuga
- Puma
- S-Max
- Explorer
- Galaxy
- Mondeo
- Focus
Das KBA nennt in seinen Informationen 11.793 betroffene Fahrzeuge, während Ford von 16.800 Fahrzeugen in Deutschland spricht. Eine Erklärung für diese Diskrepanz steht bislang aus.
Benachrichtigung der Halter
Die Behebung des Problems erfolgt durch ein Softwareupdate des Telematik-Steuergeräts, wofür die betroffenen Fahrzeuge in die Werkstatt gebracht werden müssen. Ford gibt an, dass dieser Vorgang weniger als zwei Stunden in Anspruch nehmen sollte.
Die Rückrufaktion wird unter dem Aktionscode 26C13 durchgeführt, und die betroffenen Fahrzeughalter werden schriftlich informiert. Wer vorab überprüfen möchte, ob sein Fahrzeug betroffen ist, kann dies anhand der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) beim Hersteller tun.
Das KBA führt den Rückruf unter der Referenznummer 16563R. Zudem wird derzeit geprüft, ob die Rückrufaktion behördlich überwacht wird.
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Quellen: t-online