„Es gibt auch gute Nachrichten: Die Natur reagiert!“ Mit diesen Worten gibt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Gartenbesitzern Hoffnung im Kampf gegen die Raupen des Buchsbaumzünslers, die seit Jahren Hecken im Norden Deutschlands schädigen. Diese invasive Schmetterlingsart aus Ostasien hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark ausgebreitet und gehört mittlerweile zu den gefürchtetsten Schädlingen in Gärten.
Schäden durch den Buchsbaumzünsler
Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind dafür bekannt, Buchsbäume innerhalb kurzer Zeit kahl zu fressen. Oft bleibt der Befall unbemerkt, da die Pflanzen von außen zunächst gesund erscheinen. Typische Anzeichen für einen Befall sind:
- angefressene Blätter
- feine Gespinste
- vertrocknete Blattreste
- braune, kahle Stellen
- Kot der Raupen, der als kleine, helle bis grünlich-dunkle Krümel oder Kügelchen auf den Blättern oder dem Boden zu finden ist
Natürliche Feinde des Schädlings
Der Nabu hebt hervor, dass verschiedene Vogelarten wie Meisen und Spatzen sowie Wespen die Raupen als Nahrungsquelle entdeckt haben. Diese natürlichen Feinde könnten dazu beitragen, die Population des Buchsbaumzünslers zu reduzieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass selbst stark geschädigte Buchsbäume sich erholen und erneut austreiben können.
Tipps für Gartenbesitzer
Um die Hecken zu schützen, empfiehlt der Nabu Gartenbesitzern, bei der Auswahl von Pflanzen auf Vielfalt zu achten und solche zu wählen, die einen höheren ökologischen Wert für heimische Tierarten bieten. Zudem können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Aufsammeln der Raupen
- Abspülen mit einem harten Wasserstrahl
- Einsatz des Bakteriums Bacillus thuringiensis, das umweltverträglich ist und die Raupen abtötet, wenn diese es mit der Nahrung aufnehmen
Die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers erfordert Aufmerksamkeit und rechtzeitige Maßnahmen, um die Hecken in den Gärten zu schützen und die Biodiversität zu fördern.
Quellen: mopo, Welt
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