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Mysteriöser Virus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: drei Tote

Ein Virus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ hat drei Todesfälle verursacht, darunter einen deutschen Passagier. Laut WHO sind weitere drei Personen infiziert, während die genaue Ursache des Ausbruchs noch unklar ist.

Mysteriöser Virus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: drei Tote
Photo by Mustafa Alkan on Pexels

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ kam es zu einem besorgniserregenden Ausbruch eines Virus. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind drei Personen mutmaßlich an den Folgen einer Hantavirus-Infektion verstorben.

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Ein Todesopfer stammt aus Deutschland, während die anderen beiden aus den Niederlanden kommen, wie das niederländische Außenministerium mitteilte. Am Sonntag verstarb die deutsche Person an Bord der „Hondius“ unter bislang ungeklärten Umständen, wie der niederländische Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions in Vlissingen bekanntgab.

Das Auswärtige Amt bestätigte am Montagnachmittag, dass unter den Verstorbenen eine Person aus Deutschland ist, machte jedoch keine Angaben zu Geschlecht oder Alter, um die Persönlichkeitsrechte zu wahren.

Unklare Zusammenhänge zwischen Todesfällen und Virus

Nach Informationen des südafrikanischen Gesundheitsministeriums verstarb ein 70-jähriger Niederländer am 11. April auf dem Schiff. Seine 69-jährige Ehefrau brach am Flughafen in Johannesburg zusammen, als sie am 27. April in ihre Heimat zurückfliegen wollte. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie ebenfalls verstarb. Ob diese beiden Todesfälle mit dem möglichen Hantavirus-Ausbruch an Bord in Verbindung stehen, ist noch unklar.

Zusätzlich sind drei weitere Personen vermutlich infiziert, darunter ein britischer Patient, der in Südafrika intensivmedizinisch behandelt wird. Die WHO und die südafrikanischen Behörden berichteten, dass die anderen beiden Infizierten Crewmitglieder sind, die ebenfalls medizinische Hilfe benötigten. Einige Fälle wurden zunächst als Verdachtsfälle eingestuft, da der Labornachweis noch ausstand.

Hantavirus: Seltene, aber gefährliche Infektionen

Das Hantavirus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen, wobei häufig auch die Nieren betroffen sind. Schwere Verläufe können tödlich enden, jedoch sind solche Fälle in Deutschland laut Angaben des Gesundheitsministeriums selten.

„Das Risiko für die breite Öffentlichkeit ist weiterhin gering“, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Henri Kluge. Reisebeschränkungen seien nicht erforderlich, da Hantavirus-Infektionen in der Regel mit Kontakt zu infizierten Nagetieren verbunden sind.

Das Virus ist nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Infektionen treten normalerweise in Umgebungen auf, in denen Nagetiere leben, wie Schuppen oder Gärten. Der niederländische Schiffsbetreiber erklärte, dass er zur möglichen Ursache des Ausbruchs bislang keine Informationen bereitstellen kann.

Übertragung durch Nagetiere

Infizierte Nagetiere scheiden das Virus über ihren Kot, Urin oder Speichel aus, wie das Robert Koch-Institut erläutert. Menschen infizieren sich häufig durch aufgewirbelten Staub, etwa beim Aufräumen eines staubigen Schuppens oder Dachbodens, oder durch Bisse.

In Deutschland schwankt die Zahl der Hantavirus-Infektionen von Jahr zu Jahr, abhängig von der Population der Nagetiere, die den Erreger übertragen können. Dazu zählen unter anderem Rötelmäuse. Bei ausreichendem Nahrungsangebot, das mit den Niederschlägen des Vorjahres zusammenhängt, können sich diese Nagetiere stark vermehren, was zu einem Anstieg der Hantavirus-Fälle beim Menschen führt. Im Jahr 2024 verzeichnete das Robert Koch-Institut 423 Erkrankungen, während es im Jahr zuvor 337 Fälle gab. 2021 war die Zahl der Erkrankungen deutlich höher.

Das Schiff von Oceanwide Expeditions hat Platz für 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder. Laut Fahrplan war die „Hondius“ von Ushuaia im Süden Argentiniens aufgebrochen und befand sich zuletzt vor Kap Verde, wie verschiedene Ortungs-Websites berichteten.

Bildquelle: Pexels / Mustafa Alkan

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