Die Influencerin Bianca Heinicke, bekannt als Bibi, hat in der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ ihre zweite Chance nicht nutzen können. Die 33-Jährige erhielt erneut nicht genügend Zuschauerstimmen und schied somit aus dem Wettbewerb aus. Ihr Weg über das Parkett ist damit beendet.
Heinicke, die mit ihrem Kanal „BibisBeautyPalace“ einst zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen YouTube-Szene aufstieg, war bereits vor zwei Wochen aus der Show geflogen. Damals hatte sie jedoch das Glück, nach dem verletzungsbedingten Aus von Konkurrentin Esther Schweins wieder ins Rennen zu kommen. Ihr Comeback endete nun jedoch ohne ein positives Ergebnis.
Abschied von „Let’s Dance“: Dankbarkeit und Grüße
Die 33-Jährige äußerte sich nach ihrem Ausscheiden positiv und ohne Groll. „Tausend Dank an unsere Community, die so mitgefiebert hat und so unterstützt hat“, erklärte sie. Sie sei „unfassbar dankbar“, diese zweite Chance erhalten zu haben. Zudem nutzte Bibi die Gelegenheit, um vor einem Millionenpublikum ihren Kindern Grüße zu senden: „Ich liebe euch!“, sagte sie. Auch ihr Freund Timothy Hill war im Studio anwesend, und nach dem Finale gab es einen Kuss zwischen den beiden.
Der Rauswurf war besonders ärgerlich, da Heinicke und ihr Tanzpartner Zsolt Sándor Cseke bei der Jury durchaus respektable Punkte erzielt hatten. Ihr Charleston zu „Dick & Doof“ erhielt 23 Punkte. Juror Joachim Llambi lobte die Darbietung mit den Worten: „Viel Geschwindigkeit, viel Tempo drin“, bemängelte jedoch die fehlende Präzision in den Schrittfolgen.
Nostalgie bei „Let’s Dance“: Rückblick auf ikonische Tänze
Der Abend war geprägt von „Let’s Dance“-Nostalgie. Unter dem Motto „Iconic Let’s Dance Dances“ mussten die Prominenten Tänze präsentieren, die in der Geschichte der Sendung bereits aufgeführt wurden. Heinickes Choreographie zu „Dick & Doof“ ist eng mit dem „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner Alexander Klaws verbunden, der diesen Tanz einst sehr lebhaft vorgeführt hatte.
Das Motto führte zu einigen amüsanten Darbietungen. So adaptierte Sänger Ross Antony eine Performance des ehemaligen Diskuswerfers Lars Riedel, der nicht gerade als herausragender Tänzer bekannt war, aber als ideale Besetzung für eine tänzerische Interpretation der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ (1987-1997) galt.
Antony schlüpfte in die Rolle des mürrischen Serienvaters Al Bundy, gespielt von Ed O’Neill. Mit der Hand in der Hose und dem Charme eines frustrierten Schuhverkäufers bot die Show eine Zeitreise in die 90er Jahre. Seine Tanzpartnerin Mariia Maksina ergänzte das Bild im Outfit von Al Bundys Serien-Ehefrau Peggy Bundy.
Obwohl der Tanz leicht als Witzveranstaltung abgetan werden konnte, erhielt er positives Feedback von der Jury. Llambi war begeistert und sagte: „Du hast eine tolle Fußarbeit getanzt.“ Antony war von dem Lob überrascht und gab zu, dass er „sprachlos“ sei. Am Ende erhielt er 24 Punkte – ein beachtlicher Wert.
Jorge González sorgt für Aufregung
Die Krone des Abends ging jedoch an eine andere Tänzerin. Nadja Benaissa, Sängerin der No Angels, und ihr Tanzpartner Vadim Garbuzov gewannen nicht nur den Discofox-Marathon, sondern präsentierten auch einen beeindruckenden Contemporary zu „Crazy in Love“ von Beyoncé. Juror Llambi erinnerte sich an die ursprüngliche Darbietung von Sängerin Sarah Engels und lobte die Leistung von Benaissa.
Ein Tisch, auf dem sich die Tänzer verbiegen konnten, war ein zentrales Element der Performance. Benaissa war zunächst skeptisch, als ihr die Idee präsentiert wurde: „Oh mein Gott! Das darf mein Vater nicht sehen“, äußerte sie besorgt gegenüber Garbuzov.
Das Ergebnis war jedoch überwältigend. Llambi hätte am liebsten mehr als die Höchstpunktzahl vergeben. „Es ist für diesen Tanz für mich echt schade, dass ich nur zehn Punkte geben kann“, sagte er und fügte hinzu, dass Benaissa „der ganzen Sache die Krone aufgesetzt“ habe.
Kurios wurde es, als Juror Jorge González vor Begeisterung beschloss, ebenfalls auf die Tanzfläche zu gehen, um die gewagten Bewegungen auf dem Tisch nachzuahmen. „Ich liebe diesen Tisch“, gestand er. Garbuzov half ihm dabei, die Beine festzuhalten, während das Publikum jubelte.
Am Ende blieb nicht nur der Tanz in Erinnerung, sondern auch der Tisch, der gleich zwei Stars in Ekstase versetzte.