Die Anwohner in Altona äußern sich besorgt über die geplante Bebauung ihres Innenhofs.
„Wir müssen alle Interessen abwägen und Hamburg benötigt dringend mehr Wohnraum. Politik, Verwaltung und Bürger haben schon sehr lange darüber diskutiert“,
erklärt Dana Vornhagen, Co-Fraktionschefin der Grünen in Altona.
Neuer Bauantrag für 100 Wohnungen
Im Hinterhof zwischen der Stresemannstraße und der Leverkusenstraße plant die Stadt, rund 100 günstige Wohnungen zu errichten. Der neue Bauantrag könnte dank des sogenannten Bau-Turbos der Bundesregierung zügig genehmigt werden. Zuvor hatten die Anwohner erfolgreich vor das Oberverwaltungsgericht geklagt, welches den ursprünglichen Bebauungsplan stoppte.
Politische Unterstützung für das Vorhaben
Der Stadtentwicklungsausschuss in Altona hat dem neuen Antrag bereits zugestimmt. Die Zustimmung kam von den Fraktionen der Grünen, CDU, FDP und AfD. Im Gegensatz dazu sprachen sich die SPD und die Linke für ein reguläres Bebauungsplanverfahren aus, was jedoch nicht durchgesetzt werden konnte.
Einwohner äußern Bedenken
Die Anwohnerinitiative „Bahrio68“, die sich gegen die Bebauung einsetzt, hat Bedenken geäußert.
„Wir finden die Bebauung zu hoch und würden die Gebäudehöhe gern um ein Geschoss reduzieren“,
sagt Ole Werner, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Die Mieter in den unteren Etagen befürchten, dass sie künftig nur noch gegen eine Hauswand blicken werden. Zudem sorgen sie sich um Lärmbelästigung, Schattenwurf und den Verlust von Grünflächen.
Hintergrund des Bauvorhabens
Der ursprüngliche Bebauungsplan Bahrenfeld 68 war aufgrund von formalen Mängeln gescheitert. Insbesondere war der Plan während der Corona-Pandemie im Sommer 2020 nicht ausreichend öffentlich zugänglich gemacht worden. Der neue Antrag könnte nun die Genehmigungsprozesse erheblich verkürzen.
Ausblick auf die nächsten Schritte
In der kommenden Woche wird sich der Bauausschuss der Bezirksversammlung abschließend mit dem Vorhaben befassen. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse wird eine Zustimmung erwartet, was zur Genehmigung des Projekts führen könnte.
Quellen: mopo
Bildquelle: ML